Brandstiftungsdelikte

Bei den Brandstiftungsdelikten handelt es sich nicht um Bagatelldelikte. Der Gesetzgeber hat bei diesen Delikten den Strafrahmen hoch festgesetzt. Freiheitsstrafen sind daher relativ selten zur Bewährung aussetzbar. 

Die Vorschrift des § 306 StGB regelt als Verbrechenstatbestand die sogenannte einfache Brandstiftung, mit der die in Abs. 1 Nr. 1-6 aufgeführten fremden Tatobjekte vor einem Inbrandsetzen oder einer Zerstörung durch eine Inbrandlegung geschützt sind. 

Zu den Brandstiftungsdelikten gehören weiter die Straftatbestände:

  • Schwere Brandstiftung § 306a StGB
  • Besonders schwere Brandstiftung § 306b StGB
  • Brandstiftung mit Todesfolge § 306c StGB
  • Fahrlässige Brandstiftung § 306d StGB

Das Gesetz honoriert jedoch auch die tätige Reue des Täters gemäß § 306e StGB. Danach kann es von der Strafe absehen, wenn der Täter freiwillig den Brand löscht, bevor ein erheblicher Schaden entsteht.