Erpressungsdelikte

Die Erpressung nach § 253 StGB gehört zu den Vermögensdelikten und ist ein sogenanntes Vermögensverschiebungsdelikt. Ihr Wesensmerkmal liegt in der von Bereicherungsstreben getragenen Nötigung zur Erlangung eines Vermögenswertes. Die Vermögensverschiebung erfolgt hier aufgrund der Anwendung von Gewalt oder Drohung. 

Eine Strafbarkeit kommt daher nur in Betracht, wenn der Täter in Bereicherungsabsicht handelt. 

Die räuberische Erpressung nach §§ 253, 255 StGB setzt zur Erpressung weitere Nötigungsmittel voraus, um eine Handlung, Duldung oder Unterlassung zu erwirken, welches dadurch dem Vermögen des Opfers einen Nachteil zufügt. Der Unterschied zum Raub liegt darin, dass die Beute nicht weggenommen werden muss. Hier genügt bereits die vermeintlich freiwillige Herausgabe durch das Opfer.