Jugendstrafrecht

Das Jugendstrafrecht dient in erster Linie der Erziehungsmaßregelung von Jugendlichen und zum Teil von Heranwachsenden. Anwendung findet das Jugendstrafrecht bei Jugendlichen die zur Tatzeit im Alter zwischen 14 und 17 Jahren und bei Heranwachsenden zwischen 18 und 21 Jahren, wenn im Einzelfall der Täter zur Zeit der Tat nach seiner sittlichen und geistigen Entwicklung noch einem Jugendlichen gleichstand oder es sich bei dem Charakter der Tat um eine Jugendverfehlung handelt, waren. 

Das Jugendstrafrecht genauer gesagt das Jugendgerichtsgesetz (JGG) nennt keine eigenen Straftatbestände. Der Unterschied liegt im Bereich der Rechtsfolgen der jeweiligen Tat. Hier steht nicht die Bestrafung des Jugendlichen oder Heranwachenden im Vordergrund, sondern der Erziehungsgedanke. Daher soll etwa durch Weisungen, Verwarnungen, Erteilung von Auflagen oder Anordnungen auf den jugendlichen Täter eingewirkt werden. 

Man kann bereits im Ermittlungsverfahren durch gezielte Maßnahmen von der weiteren Strafverfolgung absehen und das Verfahren eingestellt bekommen, wenn eine Verurteilung entbehrlich erscheint und andere Maßnahmen, wie Ermahnungen, Weisungen oder Auflagen ebenfalls Erfolg versprechen (§§ 45, 47 JGG).

Die Betreuung und Verteidigung im Jugendstrafrecht beansprucht daher ein besonderes Maß an Fingerspitzengefühl. In erster Linie steht der vertrauliche Umgang zu dem jugendlichen Beschuldigten im Vordergrund. Zusätzlich müssen besorgte Eltern parallel betreut und informiert werden. Besonders im Jugendstrafrecht meinen oft Eltern entscheiden zu müssen, welche Maßnahmen und Schritte die Richtigen für ihre Kinder sind. Hier ist es besonders wichtig, als Strafverteidiger sowohl den Wünschen der besorgten Eltern gerecht zu werden, als auch ganz besonders auf die Bedürfnisse des betroffenen Jugendlichen einzugehen.

Insofern sollte Sie sich vertrauensvoll an einen Strafverteidiger wenden, der alle Aspekte berücksichtigt und Sie vom Ermittlungsverfahren bis zum Urteil begleitet, berät und verteidigt.