Sexualstraftaten (Missbrauch & Vergewaltigung)

Bei den Sexualstraftaten handelt es sich um Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Geschütztes Rechtsgut ist die Freiheit des einzelnen zur geschlechtlichen Selbstbestimmung, die ungestörte sexuelle Entwicklung des Menschen und der Schutz vor schwerwiegenden sexuellen Belästigungen. 

Hierzu gehören der sexuelle Mussbrauch von Schutzbefohlenen, Gefangenen, Kindern und Widerstandsunfähigen, Vergewaltigung und sexuelle Nötigung, die Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger und der Prostitution, die Zuhälterei. 

Das Sexualstrafrecht ist ein außerordentlich sensibles Feld, weswegen Strafverfahren hier oftmals von besonderen Schwierigkeiten geprägt sind. Neben zumeist großen psychischen Belastungen für das Opfer und Angehörige aber auch für den Angeklagten, herrscht im Bereich Sexualstrafrecht in der Regel ein großer Aufruhr und immenser Druck von außen. 

In der Regel reagieren Medien als auch die Öffentlichkeit mit großer Empörung gegenüber dem Angeklagten, obwohl noch kein Urteil gefällt wurde. Die Angeklagten werden regelrecht an den Pranger gestellt und bereits vorverurteilt.