Betäubungsmittelstrafrecht

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Unter dem Begriff „Betäubungsmittelstrafrecht, Drogenstrafrecht oder auch Rauschgiftkriminalität“, fallen alle Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) an. Die Anzahl der Straftaten mit Betäubungsmittelbezug steigen in Deutschland kontinuierlich an. Speziell die Zahlen in denen der Drogenbesitz festgestellt wurde, steigen rapide an. Die Strafbarkeit von Drogenbesitz welcher Art auch immer, steht gemäß § 29 Abs. 1 BtMG unter Strafe. Der Hintergrund der Strafbarkeit des Besitzes von Drogen liegt darin, dass gerade auch solche Personen als Täter erfasst und bestraft werden sollen, denen nur der Besitz nachgewiesen wird, ohne dass es darauf ankommt, auf welchem Wege diese in deren Besitz gelangen ist.

Ein weitverbreiteter Irrglaube vieler Konsumenten, eine geringe Menge an Drogen für den Eigengebrauch, sei nicht strafbar, ist schlicht falsch! In erster Linie ist der Besitz immer strafbar. Jedoch kann die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das BtMG nach § 31a BtMG einstellen, wenn nur eine geringe Menge zum Eigenbedarf vorliegt. Ob die Voraussetzungen vorliegen, wird die Staatsanwaltschaft für jeden Fall individuell prüfen.

Das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) dient zur Bekämpfung von Konsum und Handeltreiben von harten (Heroin, Kokain u.a.), als auch von weichen (Cannabis, Marihuana u.a.) Drogen. Somit steht der Besitz, das Herstellen oder Handel treiben von und mit Bestäubungsmitteln unter Strafe. Das Gesetz sieht bei einem dieser Verstöße Freiheitsstrafen bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe vor (§§ 29 ff. BtMG).

Zu den gängigsten Betäubungsmittel gehören:

  • Cannabis
  • Halluzinogene (LSD, Pilze, etc.)
  • Kokain
  • Opiate (Heroin, Krokodil)
  • Aufputschmittel (Speed)
  • Designerdrogen (Ecstasy, MDMA, Ice, Meth, Crystal)

Wer im Visier der Ermittlungsbehörden gerät, dem wird relativ frühzeitig die Wohnung, die Ladenräume oder das Fahrzeug durchsucht und die Telekommunikation überwacht, in der Erwartung Straftaten mit Bezug zu jeglicher Art von Drogen so aufdecken zu können.

Es gilt selbstverständlich die Devise gegenüber keinem anderen außer dem eigenen Strafverteidiger Angaben zur Sache zu machen (Aussageverweigerungsrecht). Sie sollten immer von Ihrem Schweigerecht Gebrauch machen. Insbesondere bei Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) kann es des Öfteren vorkommen, dass Sie festgenommen werden und einem Haftrichter vorgeführt werden. Auch hier sollten Sie die Kontenance behalten, Schweigen, nicht in Panik verfallen und stattdessen einen Strafverteidiger benennen.

Eins sollte Ihnen bewusst sein: „Drogen sind nicht gleich Drogen!“ Die Menge und die Konzentration der jeweiligen Droge, kann für das Verfahren und die eventuelle Strafe ausschlaggebend sein. Ein erfahrener Strafverteidiger wird Ihnen genau sagen worauf es ankommt. Ob eine Einlassung bereits im Ermittlungsverfahren taktisch sinnvoll ist, wird sich erst nach Einsicht in die Ermittlungsakten zeigen.

Als Rechtsanwalt und Strafverteidiger verteidige ich Sie, wenn Ihnen der Besitz oder Handel mit Drogen vorgeworfen wird. Jeder Verstoß gegen das BtMG zieht eine Strafe nach sich. Insofern sollten Sie sich rechtzeitig an mich wenden.

Sollten Sie im Visier der Drogenfahndung geraten sein, ist anzuraten sich umgehend bei mir melden.